Schutzvertrag ,Informationsblatt, Schutzgebühr

Der Schutzvertrag: Adoptionsabsicht und wichtiger Ablauf nach der Vorkontrolle

Wenn alle Faktoren hinsichtlich der Auswahl des Hundes und der Adoptionsfamilie positiv sind, dann wird der Hund für die neue Adoptionsfamilie unverbindlich reserviert. Nach einer kurzen Bedenkzeit wird, bei positiver Rückmeldung beider Parteien, im nächsten Schritt die Adoptionsabsicht schriftlich dokumentiert.

Mit Überweisung einer Vorauszahlung auf die Schutzgebühr in Höhe von 100,00 € wird in Spanien der Bluttest auf Leishmaniose, Erlichiose, Babesiose, Anaplasmose und Filarien in Auftrag gegeben. Erhalten wir das Ergebnis des Tests mit positiven Testergebnissen (d.h. die Resultate zeigen Antikörper in entsprechend erhöhter Anzahl und somit besteht die Gefahr der Erkrankung) haben Sie die Möglichkeit, von der Adoptionsabsicht zurückzutreten. Sie erhalten dann die Vorauszahlung der Schutzgebühr zurückerstattet. Erst nach der Zahlungseingang der Vorauszahlung ist das Tier für die Adoptionsfamilie fest reserviert.

Bei einer Adoption erhalten Sie im Anschluß an das Ergebnis zum Bluttest den Schutzvertrag (Übernahmevereinbarung) zugesandt. Dieser regelt das Besitz- und Eigentumsrecht sowie die wesentlichen Punkte der art- und tierschutzgerechten Haltung. Wichtiger und fester Bestandteil der Übernahmevereinbarung ist auch unser INFORMATIONSBLATT (pdf-Datei, Sie benötigen Acrobat Reader), welches Sie hier einsehen können und welches gerne auch auf Wunsch per Email übersendet wird.

Der Hund wird mit der nächstmöglichen Gelegenheit nach Deutschland geholt. Hierzu nutzen wir offiziell angemeldete Tiertransporte, die unter Einhaltung von Auflagen und Vorschriften die Hunde legal und sicher nach Deutschland transportieren. Die Übergabe erfolgt dann direkt bei einem mit Ihnen besprochenen Treffpunkt. Die restliche Schutzgebühr ist spätestens eine Woche vor Ankunft des Hundes auf unser Vereinskonto zu überweisen. Nur in Ausnahmefällen akzeptieren wir eine Bezahlung in Bar bei Übergabe. Ratenzahlungen werden nicht akzeptiert!

 

Um dem neuen Familienmitglied eine positive Eingewöhnungszeit zu ermöglichen halten wir es für wichtig, wenn sich eine der Hauptkontaktperson einige Tage Urlaub (mind. 1 Woche) nimmt, damit das neuen Haustier Sicherheit und Vertrauen gewinnen kann und auch die ersten Schritte zur Stubenreinheit unproblematisch gelöst werden können. Für einen Welpen sollte man sich mind. 3 Wochen nehmen, um das Tier einigermaßen stubenrein zu erziehen und einige Grundregeln zu lernen. Der Besuch einer Hundeschule ist bei einem Welpen sehr empfehlenswert.

Die langfristige Reservierung eines Hundes ist nur in Ausnahmefällen möglich, da jedes Tier eine Chance auf eine schnellstmögliche Vermittlung haben soll.

 

 

 

 

Die "Schutzgebühr"

Ab 2017 beläuft sich die Schutzgebühr zur Übernahme unserer Hunde auf € 350,00 €.
Für ältere oder kranke Tiere können nach Absprache Anpassungen auf € 250,00 vorgenommen werden.

Viele werden denken: warum muss ich für ein Tier aus dem Tierheim auch noch bezahlen - wenn ich ihm eine neue Chance zum Leben geben möchte? Sicher ist dieser Gedanke auch für uns nachvollziehbar. Aber bitte bedenken auch Sie: mit dem Eintreffen eines Tieres in einem Tierheim werden Maßnahmen zur tierärztlichen Erstversorgung, Entwurmung, Impfung, Kastration erforderlich. So entstehen für jedes Tier schon direkt Kosten von mindestens 200,00 €.

Monatlich fallen weitere Kosten in Höhe von 50,00 - 70,00 € an - bei einem gesunden Tier. Mit der Übernahme kommen dann die Kosten für den Mikrochip, den EU-Tierausweis, Wurmkur, Frontline und für den Mittelmeer-Blutcheck.

Bei einem kranken Tier sind die Kosten leider wesentlich höher. Im Tierheim entstehen also täglich hohe Kosten für die gesundheitliche Fürsorge und Betreuung, für Fütterung und evtl. auch für den Reise der Tiere nach Deutschland. Bei der Übernahme eines Tieres bezahlt man nicht für diese laufenden Kosten zur Aufrechterhaltung des Tierheims wie Kosten für Strom, Wasser, Medikamente und für die wenigen Mitarbeiter.

Die Schutzgebühren setzen sich aus diesen Kostenblöcken zusammen:

  • Wurmkur (8,00 €)
  • Frontline-Präparate gegen Zecken und Flöhe (8,00 €)
  • Mikrochip / Transponder (20,00 €)
  • EU-Tierausweis (30,00 €)
  • Kastration/Sterilisation (70,00 €)
  • Bluttest auf Leishmaniose, Erlichiose, Babesiose, Anaplasmose, Firalien + großes Blutbild (90,00 €)
  • Transportkosten für die Reise nach Deutschland (100,00 €)

Sowie für die Kosten, die schwer messbar sind da abhänging davon wie lange der Hund im Tierheim lebte und wie gesund/krank er war/ist:

  • jährlich erforderliche Impfungen plus Tollwutimpfung
  • Gesundheitsuntersuchung vor Ausreise
  • Futterkosten
  • Kosten für Fahrten zum Tierarzt

zzgl . Umsatzsteuer, da unser Verein in Deutschland der Umsatzsteuerpflicht unterliegt.

Bei Übergabe des Tieres an den Adoptanten wird daher wie üblich eine Schutzgebühr für die Übernahme unserer Hunde erhoben. Die Schutzgebühr wird zur Kostendeckung zum 1.1.2016 erhöht.

Die Schutzgebühr ist nicht steuerabzugsfähig und es kann keine Spendenquittung ausgestellt werden.

Die Hunde werden übergeben mit: Mikrochip, EU-Tierausweis, Ergebnis des Bluttest (Leishmaniose, Erlichiose, Babesiose, Anaplasmose, Filarien) inklusive großem Blutbild, den üblichen Impfungen, Tollwutimpfung und kurz vor der Ausreise: Wurmkur, tierärztlicher Gesundheitscheck, Parasitenbehandlung (Floh- und Zeckenschutz i.d.R. mit Frontline Spot-On). In der Regel ist jeder Hund kastriert.

Die Schutzgebühr enthält auch die Transportkosten des Tieres nach Deutschland. Bei einem Landtransport belaufen sich diese auf 100,00 € zzgl. Umsatzsteuer.

Wir versichern an dieser Stelle, dass die von der Tierhilfe Odena e.V. bei Adoptionen erhaltene Schutzgebühr, bis auf einen mit den Tierheimen vereinbarten Eigenbehalt zur Deckung der anfallenden Kosten an das vermittelnde Tierheim in Spanien weitergegeben wird. Die entsprechende Vorgehensweise wurde mit unseren Partner-Tierheimen im Vorfeld geregelt.

Die nächsten Schritte: Überlegungen vor der Adoption ...