June ist in ihrem neuen Zuhause angekommen

Luke war gerade in der Pubertät, also kein guter Zeitpunkt für einen weiteren Hund. Aber June gehörte einfach zu uns in unser kleines Rudel, das war eine Entscheidung aus dem Herzen heraus, ohne jegliche Vernunft. Unsere mit 2 1/2 Jahren verstorbene Hündin hieß auch June.

Einige Tage schauten wir sie uns immer wieder an, dann meldeten wir unser Interesse für sie an. Es ging alles ganz schnell und problemlos. Wenig später brachte Fr. Busch sie bei uns vorbei. Hohe Beine, kein Schwänzchen, ziemlich dünn, kahle Ohren und Schnauze und einen Überbiß, gewiß keine Schönheit, aber eindeutig unser Hundchen. Sie hat sich gleich wohlgefühlt und mit den beiden anderen Hunden gab es keinerlei Probleme. Wir haben sie Paris genannt, zwei mal den gleichen Namen wollten wir nicht. Paris Hilton war der Spitzname unserer June gewesen, weil sie wegen ihrer Krankheit immer Kleider tragen mußte.

Zunächst war Paris in unbekannten Situationen ängstlich z.T. panisch ( Autos, Pferde, fremde Männer ). Doch dank des vorbildlichen Verhaltens von Hopi hat sie schnell gelernt. Ihre Entwicklung von der ängstlichen, unsicheren Maus zur selbstbewussten Hündin zu beobachten, war einfach faszinierend. Relativ schnell konnte man sie ohne Leine laufen lassen, sie blieb immer in der Nähe von uns, kam auch direkt auf Zuruf. Auch hatte unsere Hopi immer ein Auge auf sie. Aber über die Wiese toben und mit anderen Hunden spielen konnte sie noch nicht. Sitz lernte sie sehr schnell auch Platz, doch für alles weitere war sie wie blockiert.

Obwohl es bei uns eine Menge Spielsachen gibt, beachtete sie sie nicht. Dann kauften wir allen dreien jeweils ein Häschen. Sie nahm ihres vorsichtig am Ohr, einmal schütteln das wars. Unser fröhlicher Luke hat sie in dieser Hinsicht aus der Reserve gelockt. Immer wieder die Spielaufforderung ,die nicht beachtet wurde. Doch irgendwann hat sie mitgemacht. Zuerst zaghaft, dann wild, heute unbändig. Und welchen Spaß sie dabei hat. Auch mit den Spielsachen wird mittlerweile wild herumgezottelt. Und dann fegen alle drei über die Wiese, das zu sehen, macht uns glücklich. Auch fürs Lernen ist sie jetzt offen und ist superstolz auf ihr schon erworbenes Können.

Zur Zeit macht sie die ersten Versuche bei Agility und hat einen Riesenspaß. Sie besucht regelmäßig die Hundeschule, hat jede Menge Freunde gefunden - Hund wie Mensch - und geht mit unseren anderen Hunden als Besuchshund mit ins Altenheim. Auch der Urlaub im Schwarzwald ist einfach nur toll für sie, kein Problem mit der veränderten Situation. Der anfängliche Futterneid hat sich auch ganz schnell gelegt, nur auf einem besteht sie. Ganz pünktlich muss der Napf gefüllt werden und wird es einmal später, steht sie am Küchenschrank, wo ihre Schüsselchen stehen und klopft vehement gegen die Tür. Wir sind froh, dass sie so glücklich ist und ihr Leben in vollen Zügen genießt und haben nie den Schritt bereut ,sie zu uns geholt zu haben.

Liebe Grüße Fam. Lauff (Dezember 2009)