Paris - klein aber olé

schön selbstbewusst geworden und hat ihren Platz gefunden. Sie ist der Liebling unserer Hündin Hopi und wird auch regelmäßig von unserem Luke "verwöhnt".

Hat sie Angst bei Gewitter, darf sie mit Hopi kuscheln: Fürchtet sie sich vor einem fremden Hund, genügt ein Blick und die anderen nehmen das in die Pfoten. Und immer wieder gibt`s beim Spaziergang "Küsschen" von Hopi, besonders wenn sie etwas gezeigt hat, z.B. einen Baumstumpf oder eine Bank. Das macht sie sehr gerne, gibt es doch dafür immer eine Belohnung!

Es ist zu schön anzusehen, wenn Hopi sie dann überschwenglich über die Nase leckt! Wir sind oft im großen Rudel unterwegs und die schönsten Rassehunde sind dabei. Begegnen wir Leuten, hört man immer wieder das gleiche: "Oh, ist die süß!" Alle andern Hunde scheinen nicht von Interesse. Unsere Kleine versteht das genau, liebt es im Mittelpunkt zu stehen, läuft von einem zum andern und lässt sich streicheln. Und nicht selten werden wir nach dieser "tollen Rasse" gefragt; das ist uns sogar beim Besuch der Hundeausstellung passiert!

Das gleiche Phänomen ist bei Kindern und beim Besuchsdienst im Altenheim zu beobachten. Unter den Kindern in der Kita, meinem Arbeitsplatz, gab es sogar Tränen, weil sie sich nicht einigen konnten, wer sie an der Leine führen und schmusen durfte. Und im Altenheim muss ich jedes Mal Fotos von den Damen und Herren machen mit Paris auf dem Schoß! Eigentlich ist sie der geborene Therapiehund, obwohl sie ja keinerlei Ausbildung hat. Das hat sich auch in Projekten der Hundeschule gemeinsam mit dem Deutschen Kinderschutzbund und mit behinderten Menschen gezeigt. Sie geht auf jeden zu, ist einfühlsam und geduldig.

Es macht sie eben glücklich, wenn wir gemeinsam etwas unternehmen! Beim Agility ist sie so motiviert und begeistert, dass es eine wahre Freude ist! Während unser Luke sehr schnell die Regeln begriffen hat, hat sie einfach Spaß an der Freude. Sie flitzt und springt, saust durch den Tunnel hindurch und darüber hinweg; und immer wieder läuft sie dazwischen fort, dreht sich wild im Kreis, springt schnell an Frauchen hoch - und dann geht`s wieder zurück und die nächste Hürde wird genommen. Was für ein Hundchen!

Nur eine Sache sitzt tief, Angst vor Gewitter und Feuerwerk und die Furcht, keine leckere Mahlzeit zu bekommen. Bei Gewitter hat sie einen "Notschrank", in den sie flüchtet; und zum Glück haben wir eine sehr kompetente Tierheilpraktikerin, die ihr mit einem Konstitutionsmittel hilft. Und was die Mahlzeiten betrifft, so braucht sie sich in diesem Leben eigentlich keine Sorgen mehr zu machen: Wir barfen - sie hat sich sofort umgestellt - und es schmeckt jeden Tag aufs Neue gut!

Ruth Lauff 06/2010