Ein aufregendes, erfolgreiches, aber auch hartes Jahr liegt hinter uns! Wie bei vielen anderen auch hatte die Corona-Pandemie große Auswirkungen auf uns. Dieses Jahr konnten wir daher unsere alljährliche Kastrationskampagne in Montilla, Andalusien, nicht durchführen. Dieses Projekt ist besonders wichtig, damit die vielen Hunde im Tierheim sich nicht ungewollt weitervermehren. Vor allem hier in Andalusien sind die Zwinger überfüllt.

Auch in dieser Region Spaniens dürfen und werden Hunde eingeschläfert, wenn die Tierheime zu sehr ausgelastet sind. In Montilla konnte dies seit der Übernahme durch den Verein „Dejan Huella“ im Jahr 2016 bisher verhindert werden. Seit Anfang 2017 unterstützen wir hier schon den Verein mit Geldspenden und durch die Kastrationsaktionen, sowie auch durch die Futterspenden über „Gooding“.

 

 

Wir sind nur ein sehr kleiner Verein mit nicht mal einer Handvoll aktiven Mitgliedern, um so glücklicher und auch stolz sind wir über die trotzdem vielen erfolgreichen Vermittlungen in diesem Jahr! Die großartige Unterstützung von unseren Adoptanten, Freunden und Förderern, die wir erhalten haben, motiviert uns, so viel Freizeit in unser Engagement zu investieren. Es erfüllt uns mit großer Freude, dass wir von einigen regelmäßige Geldspenden erhalten und es uns dadurch ermöglicht wird, den Hunden in den Tierheimen zu helfen.

Gefreut haben wir uns auch, dass wir für einige Hunde ein Zuhause finden konnten, welche bereits jahrelang und teilweise schon seit Welpenalter im Tierheim waren wie z.B. Terry, Troy, Mowgli und Tom in Andalusien oder Tai aus Tarrega. Auch die sehr ängstliche Lludri aus Benavarre bei La Seu d’Urgell, die aus einem Animal Horder-Fall stammte, hatte das große Los gezogen und durfte das Tierheim nach vielen Jahren endlich verlassen. Am Herzen liegen uns vor allem die alten Hunde, die es sehr schwer haben. So konnten auch Vito und Pitzi ein warmes Plätzchen finden.

Großartige Neuigkeiten erreichten uns aber auch, dass einer der beiden Border Collies, ebenfalls aus Benavarre, vermittelt werden konnte, welche wir vor 3 Jahren zu der Tierärztin Maria Koch gebracht hatten, welche eine Expertin für diese Rasse ist und mit ihren 6 Border Collies an Schafen arbeitet. Sie brachte Mel und Conxi (heute Solo und Yoshi) dazu, vertrauen zu Menschen aufzubauen. Mel, bzw. Solo konnte daher im letzten Jahr ein Zuhause finden. Yoshi macht weiterhin auf seiner Pflegestelle viele Fortschritte. Er war der schwierigste von den beiden. Wir sind zuversichtlich, dass auch er ebenfalls eine liebe- und verständnisvolle Familie findet.

Ab diesem Jahr werden wir uns nochmal verstärkt um die Vermittlung von „Grauen Schnauzen“ bemühen, aber auch um Katzen in Not widmen. Für dieses Vorhaben haben wir nun ebenfalls eine Erlaubnis nach §11 TierSchG von unserem Veterinäramt erhalten. Die Vermittlungskosten sind nicht annähernd kostendeckend, da für viele kranke Hunde viel Geld ausgegeben werden musste und die Transportkosten gestiegen sind. Unsere Schutzgebühr ist aber gleichgeblieben und so waren wir über jede Geldspende sehr dankbar, die wir erhalten hatten, um das Defizit ausgleichen zu können. Wir hoffen daher sehr, dass uns auch in diesem Jahr unsere Unterstützer erhalten bleiben und wir auch Neue hinzugewinnen können.

 

Stephanie Freyer                                                  Ines Roos

Vorstand von Tierhilfe Òdena e.V.